Warum Lachen hilft – auch wenn es nichts zu Lachen gibt

Gelotologie

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Heute wird schon beinahe alles wissenschaftlich erforscht. Seit über 40 Jahren auch das Lachen. Zu Recht, wenn man bedenkt, welche Wirkungen Lachen auf uns hat. Und zwar ganz gleich, ob wir nun etwas zu Lachen haben oder nicht ...

Die Gelotologie ist jene Wissenschaft, die die Auswirkungen das Lachens auf Körper und Psyche untersucht. Die ersten Forschungen darüber stellte der Psychiater William F. Fry 1964 an der Stanford-University an. Er gilt auch als Begründer der Gelotologie.

Nun, was der Volksmund uns schon lange nahelegt, bestätigt auch die Gelotologie:

Lachen ist gesund!

Lachen löst Verspannungen: Beim Lachen bewegst du ca. 80 Muskeln. Darum fühlen wir uns nach dem Lachen oft angenehm erschöpft und entspannt. 

Lachen lindert Schmerzen: Studien zeigen, dass Schmerzpatienten nach nur wenigen Minuten Lachen Erleichterung finden, die mehrere Stunden andauern kann.

Lachen entstresst: Lachen und Stress können niemals heiraten. Denn Lachen lässt das Stress bildende Adrenalin im Körper nicht zu Wort kommen und produziert stattdessen Endorphine – Glückshormone, wenn du so willst.

Lachen stärkt das Immunsystem: Der US-Immunologe Lee S. Berk hat herausgefunden, dass Lachen mehr Abwehrstoffe im Körper bildet. Selbst einige Tage nach herzhaftem Lachen sind im Blut wesentlich höhere Werte festzustellen als bei Menschen, die in dieser Zeit gar nicht gelacht haben.

Lachen hält den Körper fit: Lachen massiert die Verdauungsorgane, steigert die Lungenfunktion, verbessert die Durchblutung und regt den Kreislauf an. Außerdem soll es dem Mann zu einer stärkeren Potenz verhelfen.

Lachen macht dich frisch: Lachen ist der Tipp bei Frühjahrsmüdigkeit. Gelotologen stellten fest, dass 1 Minute Lachen ebenso erfrischend sein kann wie 45 Minuten Entspannungstraining.

Lachen bringt dich auf andere Gedanken und fördert die Kreativität: Nicht nur die Muskeln lockern sich, sondern auch “verhärtete” Gedanken. Durch Lachen gewinnst du Abstand zu belastenden Dingen und erkennst leichter neue Perspektiven. Wenn Afrikaner beispielsweise eine Autopanne haben, lachen sie erst einmal lauthals über ihr Missgeschick, um Stress abzubauen und die kreativen Bereiche des Gehirns zu aktivieren. Erst danach denken sie über die Lösung des Problems nach. Wäre das nicht eine Idee für verfahrene Streitigkeiten oder politische Endlos-Debatten?

Das Schöne am Lachen ist, dass seine gesundheitsfördernden Wirkungen auch jenen zugutekommen, die sich nicht ausreichend bewegen können – weil sie an körperlichen Gebrechen leiden oder an Bett oder Rollstuhl gefesselt sind.

Die Erkenntnisse der Gelotologie haben zu einer Vielzahl an therapeutischen Anwendungen geführt: Humor- und Lachtherapien, Lach-Yoga, die Rote Nasen Clowndoctors, Lach-Seminare, ... Es gibt weltweit sogar Tausende organisierter Lachgruppen, einen eigenen Weltlachtag und in Deutschland – man höre und staune - eine Lach-Kirche.

Von Chancen, Unbeschwertheit und grundlosem Lachen

Dazu kommt: ein fröhlicher, lachender Mensch wird von seiner Umwelt anders wahrgenommen als ein pessimistischer Hängekopf. Dadurch öffnen sich ihm viel mehr Chancen und Gelegenheiten.

Überhaupt finden wir durch Lachen wieder zu einer mehr spielerischen, spontanen und unbeschwerten Lebensweise – ganz wie Kinder, die übrigens jeden Tag mehr als 25 Mal so viel Lachen als Erwachsene. So ernst kann das Leben doch gar nicht sein!

Und das Allerbeste: Unser Gehirn kann nicht zwischen echtem und unechtem Lachen unterscheiden – die positiven Effekte sind dieselben. Darum lohnt es sich auch, einfach grundlos zu lachen. Wie oft hast du heute schon gelacht?

 

Links:
Lach- und AtemForum Austria (LAFA)
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/nano/bs...

 

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