Mach' mal Pause - um Sinnvolles zu tun!

Faulheit als Spende

(c) Getty Images

Jeder Computer-User wird bereits wissen, dass es vernünftiger ist den Rechner abzuschalten, sobald er nicht mehr benutzt wird. Das lindert nicht nur die Schmerzen der Stromrechnung, sondern vermeidet auch unnötigen CO2-Ausstoss und eine weitere Erwärmung der Atmosphäre.

Aber die Realität ist, dass Rechner oft stundenlang laufen ohne irgendetwas zu tun. Neuesten Untersuchungen zufolge wird angenommen, dass Computer und die Geräte, die das Internet zusammenhalten, mindestens 2% des weltweiten Energiebedarfs benötigen (und das ist ungefähr genauso viel Energie wie das gesamte Flugwesen verbraucht).

Natürlich kann man die automatischen Stromsparmaßnahmen im Rechner so einstellen, dass er sich nach einer bestimmten Periode selbsttätig abschaltet. Zudem gibt es kluge Programme, die das vereinfachen. So war local cooling lange Zeit mein Favorit. Später hat Verdiem eine Alternative in Form von Edison geschaffen.

Wer aber zu faul ist, diese Schritte zu machen oder meint, dass sein Rechner immer funktionsbereit zur Verfügung stehen muss, hat jetzt eine gute Ausrede.

Du kannst deinen Computer während der Stunden, in denen du ihn nicht benutzt, jetzt virtuell spenden. Das Schweizer Tropeninstitut kann die Rechenkapazität dann in der Bekämpfung von Malaria nutzen. Zusammen mit der Rechenkapazität tausender anderer „gespendeter“ Computer können so komplexe Simulationsmodelle errechnet werden.

Du brauchst dazu nur ein kleines Programm auf deinem Rechner zu installieren und deine Spende ist perfekt!

Siehe die MalariaControl webseite.

Lesenswert: The Wall Street Journal

Simulationsmodelle für die Übertragungsdynamik und gesundheitlichen Auswirkungen von Malaria sind ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Malaria. Sie können verwendet werden, um optimale Strategien für die Bereitstellung von Moskitonetzen, Chemotherapie oder neuen Impfstoffen, die derzeit in der Entwicklung und Erprobung sind, zu bestimmen.

Diese Modellierung ist extrem rechenintensiv und erfordert Simulationen von großen Bevölkerungsgruppen mit einer vielfältigen Reihe von Parametern, die mit biologischen und sozialen Faktoren
zusammenhängen, welche die Verteilung der Krankheit beeinflussen.

Das Schweizer Tropeninstitut hat ein Computermodell zur Malaria-Epidemiologie entwickelt und eigene Forschungs-und PC-Kapazitäten (ca. 40 Maschinen) genutzt, um Vorstudien zu erstellen. Es ist aber weit mehr Rechenleistung vonnöten, um solche Modelle zu validieren und das gesamte Spektrum der Übertragungsmuster und der Maßnahmen zur Bekämpfung von Malaria in Afrika zu simulieren.

Aus diesem Grund wurde MalariaControl.net ins Leben gerufen - um die freiwillig zur Verfügung gestellten Rechnerleistungen tausender von Menschen auf der ganzen Welt zu nutzen, damit Forscher die Ausbreitung von Malaria in Afrika besser vorhersagen und damit kontrollieren können.

Basierend auf früheren Erfahrungen ist zu erwarten, dass die MalariaControl.net-Anwendung in wenigen Monaten abgeschlossen werden kann.  - Ohne Unterstützung der Tausendschaft an Freiwilligen-PCs würde die Computerarbeit der Wissenschaftler normalerweise bis zu 40 Jahre dauern!

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