In 7 Schritten zu einem glücklicheren Leben

Ein Kurs in Glücklichsein (7)

(c) Jef Bettens, stock.xchg (www.sxc.hu)

Teil 7: Dankbarkeit

Jeden Abend, wenn wir uns zum Abendessen am Tisch zusammensetzen - meine Ehefrau, unsere zwei Söhne und ich -, blicken wir auf den vergangenen Tag zurück und stellen jedem von uns folgende Fragen:

„Was hat dir heute nicht gefallen oder dich genervt?“ und
„Was hat dir heute gut gefallen und wo warst du erfolgreich?“.

Wir tun das nicht grundlos jeden Tag. Wir machen es mit Absicht.

„Was hat dir heute nicht gefallen oder dich genervt?“

Wenn du meine früheren Beiträge gelesen hast, wird dich die erste Frage nicht wundern. Wir möchten damit negative Erfahrungen, Enttäuschungen, Kummer oder Betrübnisse des Tages nicht stocken lassen oder ersticken. Jeder spricht sich aus und wenn nötig, suchen wir gemeinsam einen Weg, um diese Erlebnisse zu verarbeiten und zu heilen. Wir tüfteln einen Plan aus, um es das nächste Mal anders zu machen oder denken darüber nach, um am kommenden Tag  noch etwas zu diesem oder jenem zu sagen. Manchmal kommen durch die Erinnerung einige Tränen hoch oder der Betroffene wird wieder böse - aber immer finden wir einen Weg, die Geschehnisse hinter uns zu lassen, um weitergehen zu können.

„Was hat dir heute gut gefallen und wo warst du erfolgreich?“

Mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist die zweite Frage. Was ist dir heute gelungen, was hat dir Freude bereitet - der noch neue Witze, singe mal das neue Lied, das du heute in der Schule gelernt hast -, worauf bist du stolz? Das bringt uns nicht nur in eine positive Stimmung, die es leicht macht, ruhig schlafen zu gehen. Es ist vor allem eine Gewohnheit, um unsere Dankbarkeit auszusprechen und so das Leben zu feiern und glücklich zu sein. Auf diese Weise ist das Glas immer mehr als halb voll!

Es ist gar nicht schwierig, glücklich zu sein. Ich denke, man muss sich zum Unglücklichsein viel mehr bemühen als zum Glücklichsein. Und trotzdem gibt es noch viele Leute, die sich jeden Tag diese zusätzliche Mühe machen!

Vor kurzem hörte ich einen nordafrikanischen Handwerker folgenden Satz aussprechen: „Life is never what you expect it to be, but once a life is gone it suddenly becomes everything you wanted it to be.”. Das Leben ist nie so, wie du es erwartest, aber wenn es einmal vorbei ist, wird es plötzlich genau so, wie du es dir gewünscht hast. Meine Interpretation ist: mitten im Geschehen neigen wir dazu, vor allem das zu sehen, was uns fehlt. Erst wenn wir auf eine bestimmte Periode zurückblicken, erkennen wir, dass es eigentlich gut war, wie alles gelaufen ist.

… und dein Glück wird da sein, weil es nirgendwo anders hingehen könnte!

Erfahrene Lebensgenießer wissen das genau und haben diese Einstellung zu ihrer zweiten Natur gemacht. Ich weiß, es ist nur eine Abwandlung der oft benutzten Metapher über das halb volle Glas, dennoch: Menschen, die sich darüber freuen, was sich schon/noch im halb vollen Glas befindet, genießen mehr als jene, die nur das Fehlende sehen. Und außerdem: im halb vollen Glas gibt es noch Raum für Neues!

Also, mach‘ es wie die Profis und gib dem Glück keine Chance zu entkommen. Schenke dir jeden Tag ein bisschen Zeit - auch wenn es nur 5 Minuten sind -, um dich daran zu erinnern, was gut gelaufen ist … was dir Freude oder Erfolg beschert hat … was dich zum Lachen gebracht hat … was du spielend leicht erledigt hast, obwohl es sehr schwierig schien … wie du dich über Erfolge anderer gefreut hast … und dein Glück wird da sein, weil es nirgendwo anders hingehen könnte.

Wenn du Lust hast, mehr Glück in deinem Leben anzuziehen, dann lade ich dich ein, diese Prinzipien in den kommenden 2 Wochen täglich und bewusst anzuwenden. Und bitte erzähle uns von deinen Erfahrungen im Gute-Nachrichten-Blog. Wir sind gespannt!

In Kürze werde ich den achten Teil fertig stellen, und ich lade dich schon jetzt ganz herzlich ein, uns wieder zu besuchen, um ihn zu lesen. Bis dahin viel Erfolg und viel Glück.

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Dankbarkeit

"Wenn das einzige Gebet, das du in deinem ganzen Leben sprichst, ein Danke ist, so wird das genügen."

Meister Eckhart