In 7 Schritten zu einem glücklicheren Leben

Ein Kurs in Glücklichsein

(c) Jef Bettens, stock.xchg (www.sxc.hu)

Teil 1: Du kannst dir kein Omelette zubereiten, ohne ein paar Eier zu zerschlagen

Oder für alle, die nicht so gerne kochen: Du kannst keine neuen, interessanten Menschen kennen lernen, wenn du dein Haus nicht verlässt. Du kannst keinen Preis aus dem Kreuzworträtsel in der Zeitung gewinnen, wenn du die Lösung nicht einschickst.

Wenn du (mehr) Glück in dein Leben haben willst, musst du dich lediglich für die Möglichkeiten dazu öffnen. Gib einfach dem Glück die Chance, in deinem Leben zu erscheinen. Du wirst nie dieser fantastischen Person, dem zukünftigen Freund oder dem lang ersehnten Partner auf der Party begegnen, zu der du nicht gegangen bist. Du wirst deinen Traumjob nie bekommen, wenn du dich nicht dafür bewirbst.

Glückspilze zeichnen sich dadurch aus, dass sie Chancen und Möglichkeiten kreieren und nutzen. Sie sind weltoffen, extrovertiert und kontaktfreudig. Sie tun einfach. Sie haben ein viel größeres soziales Netzwerk als (selbsterklärte) Pechvögel und begrüßen auch ganz lockere Kontakte mit Bekannten von Bekannten. Auf diese Art schaffen sie sich ein großes potenzielles Glücksnetzwerk.

Und so bekommen Glückspilze dann auch spätabends ganz einfach eine Mitfahrgelegenheit zurück zum Hotel – mit einer Person, die sie 2 Stunden vorher noch gar nicht kannten („Ich war so unglaublich froh darüber! Ich hatte den Bus verpasst und sah mich schon zu Fuß durch einige weniger freundliche Suburbs von San Diego zurückwandern.“). Oder sie erhalten Karten für ein schon lange ausverkauftes Konzert, zu dem der edle Spender zufälligerweise nicht hingehen kann, nur weil sie sich mit diesem Unbekannten unbekümmert über gemeinsame musikalische Interessen unterhalten haben.

Übung macht den Glückspilz

‚Das klingt ja alles sehr schön, aber wie mache ich das in der Praxis?‘, fragst du jetzt vielleicht. Es hat sich gezeigt, dass man Glück tatsächlich lernen kann – sofern du bereit bis zu üben (hier trifft also auch die Grundregel der 3 Ü`s zu: üben, üben und nochmals üben). Mach‘ einfach nach, was Glückspilzen so einfach zu fallen scheint: geh‘ offen auf Menschen zu und tu‘ mal etwas anderes, weiche von deinen Gewohnheiten ab (ich komme gleich noch einmal darauf zurück).

Wichtig dabei ist, dass du deinen inneren Kritiker ignorierst. Du weißt schon: die innere Stimme, die bisher alle Versuche im Keim erstickt hat (manche nennen sie auch den inneren Schweinehund). Diese Stimme kennen übrigens auch Glückspilze, nur lassen diese sie niemals zu laut werden. Das hilft ungemein! Wenn du dann die ersten Schritte unternimmst, solltest du auch versuchen, sie nicht gleich zu Beginn zu beurteilen. Sei mal ganz unbekümmert und naiv. Und schau, was passiert. Und wenn du dich nach den ersten Erfolgen selbst übertreffen willst: tue es ohne Erwartungen. Vielleicht wirst du bei deinen ersten 20 Versuchen nur unbrauchbares Geröll zu Tage fördern – ein Glückspilz stößt beim 21. Mal auf die Goldader. Denn eines ist gewiss: das Gold ist da!

Was kannst du also tun? Setz‘ dich mal in der Bürokantine an einen fremden Tisch, statt immer nur mit denselben Kollegen zu essen. Geh‘ eine halbe Stunde früher zur Arbeit, nimm dein Fahrrad, den Bus oder den Zug statt wie üblich mit dem Auto zu fahren. Verbringe die Zeit in einer Warteschlange nicht geduldig-stillschweigend, sondern nutze sie zu deinem Vorteil, in dem du mit anderen Wartenden ein Gespräch beginnst und dabei eine positivere Stimmung hervorrufst.

Glück im Supermarkt

Mir selbst gefällt es immer, der Kassiererin im Supermarkt ein Kompliment zu machen. Nicht selten bekam ich daraufhin eine Kleinigkeit für meine Kinder geschenkt. Einer meiner Freunde fliegt viel. Er erzählt, dass er die Flugbegleiterinnen immer mit ehrlich gemeinter Herzlichkeit und mit Respekt behandelt. Er bekam schon öfter spontan einen Platz in der Business Class angeboten (du siehst, Glückspilze gibt es in verschiedenen Reife-Stufen). Bekannt ist auch die Methode, sich vor dem Besuch einer Party eine Farbe auszudenken und dann nur mit jenen Gästen zu sprechen, die diese Farbe in der Kleidung tragen.

Ein Glücksschüler vergrößert also seine Chancen, Glück zu haben, in dem er einen glücklichen Zufall erkennt oder selbst kreiert und zugreift. Glückspilze bauen sich ein festes Glücksnetzwerk auf, haben eine entspannte Lebenshaltung und sind offen für neue Erfahrungen.

Wenn du Lust hast, mehr Glück in deinem Leben anzuziehen, dann lade ich dich ein, diese Prinzipien in den kommenden 2 Wochen täglich und bewusst anzuwenden. Und bitte erzähle uns von deinen Erfahrungen im Gute-Nachrichten-Blog oder als Kommentar zu diesem Beitrag. Wir sind gespannt!

Im nächsten Schritt zu einem glücklicheren Leben erzähle ich dir etwas über das Glücksprinzip der Unbegründetheit.

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