Mit Business Reframing zur inneren Neuausrichtung von Unternehmen

Die Sprache des Herzens in Unternehmen (2): Respekt

Die Belegschaft eines „reframten“ kleinen Unternehmens; © Kokou Maboudou

Ein Beitrag von Prof. Wolfgang Berger, Geschäftsführer von Business Reframing (siehe Kontaktinfos am Ende des Artikels)

Im ersten Beitrag zur Sprache des Herzens in Unternehmen haben wir dir von unglaublichen „Höhenflügen“ in Unternehmen berichtet: Verdopplung von Umsatz und Belegschaft, erfolgreiches „Staff Buy-Out“, Abwehren einer Übernahmegefahr, langfristige Existenzsicherung nach einer akuten Konkursgefahr, die Verschmelzung zweier unvereinbarer Unternehmenskulturen nach einer Fusion, Marktführerschaft, fünffache Umsatzrentabilität etc.

Und wir haben dir die drei Imperative des Herzens offenbart, die das ermöglicht haben:

 

1. Begegnet einander mit Respekt
2. Unterstützt einander in eurer Entwicklung
3. Habt in und bei der Arbeit Spaß miteinander

Heute betrachten wir den ersten dieser drei Imperative:

Begegne jedem Menschen mit Respekt!

Dass Manager Unternehmen erfolgreich führen können, gehört der Vergangenheit an. Es hat lange funktioniert. Jetzt aber beginnt ein neues Zeitalter, in dem die alten Regeln nicht mehr funktionieren. Wir müssen uns auf neue Grundlagen besinnen.

Der Begriff „Manager“ stammt übrigens aus dem Jahr 1870. Es war die Abschluss-Qualifikation für die Absolventen der Londoner Manage-Schule, die Zirkusdirektoren qualifiziert hat. In dieser Tradition leiten viele Manager noch heute ihre Unternehmen und wundern sich, wenn es dabei zugeht wie in einem Zirkus. So wie die Zirkustiere gegen ihre Natur auf ein bestimmtes, nicht artgerechtes Verhalten gedrillt werden, werden in den Unternehmen Menschen gegen ihre Natur auf ein bestimmtes, ebenfalls nicht artgerechtes Verhalten gedrillt und sollen in immer kürzerer Zeit unter immer größerem Druck einen ständig wachsenden Beitrag zum Ergebnis liefern.

Das aber will doch im Grunde niemand. Was wir Menschen wirklich wollen, ist etwas ganz anderes:

  • Wir wollen geliebt und anerkannt werden,
  • Wir wollen über uns selbst bestimmen und
  • Wir suchen einen Sinn hinter dem, was wir tun.

„Artgerechte Menschenhaltung“

Am BUSINESS REFRAMING®-Institut bezeichnen wir das als „artgerechte Menschenhaltung“. Das Titelfoto zeigt die Belegschaft eines „reframten“ kleinen Unternehmens. Du siehst jeder einzelnen Person an, wie gern sie hier arbeitet – und bei dieser Einstellung verwundert es nicht, dass Ergebnisse produziert werden, von denen andere nicht zu träumen wagen.

Wenn wir den Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten Liebe und Anerkennung zuteilwerden lassen, sehen wir das Göttliche in ihnen. So sehen wir uns selbst in ihnen wie in einem Spiegel. Damit produzieren wir Resonanz zwischen ihnen und uns.

Jede andere „Brille“, durch wir unseren Nächsten betrachten, schafft nicht Resonanz, sondern Distanz, belastet die Beziehung und erschwert eine gedeihliche Zusammenarbeit erheblich.

Ein kleines Beispiel aus meiner Familie: Als meine beiden Kinder noch in die Schule gingen, saßen sie gemeinsam am Tisch und haben ihre Hausaufgaben erledigt. Als ich vorbeikam, hat mein Sohn Fabian zu mir gesagt: „Papa, schau mal, die Debora hat Rhythmus total falsch geschrieben“. Debora, die vier Jahre jüngere Tochter, plusterte sich auf und sagte zu ihrem großen Bruder: „Und du bist total doof“.

Rechtschreibung hat sie da nicht mehr interessiert, sondern nur Rache für den mangelnden Respekt. Als ich gesehen habe, was geschehen ist, habe ich Fabian korrigiert: „Nein, das stimmt nicht“, habe ich gesagt, „sie hat dieses schwierige Wort mit sieben Buchstaben ziemlich richtig geschrieben, denn nur ein einziger Buchstabe ist falsch.“ Daraufhin hat Debora mich gefragt (nicht ihren Bruder): „Und welcher Buchstabe ist falsch?“ Sie hatte statt des Ypsilons ein „Ü“ geschrieben und weiß jetzt seit meiner Belehrung, wie „Rhythmus“ geschrieben wird.

Wenn die Angst in Unternehmen grassiert …

Angst davor, die Anforderungen nicht zu erfüllen, Angst vor Mobbing, Angst vor Entlassung, Angst vor beißender Kritik – Angst löst in den betroffenen Mitarbeitern chemische Reaktionen aus - der Cortison- und Adrenalin-Gehalt im Körper steigt -, die das Immunsystem zerstören. So entstehen die vielen stressbedingten Krankheiten.

In Tierversuchen erleben wir viel, was bei Menschen gar nicht durch Versuche erprobt wird, sondern der Wirklichkeit in der Arbeitswelt entspricht: Mäuse sind in einem Käfig mit Elektroschocks traktiert worden. Anschließend sind Mäuse, die zuvor gut behandelt worden sind und noch nie solche Schocks erfahren hatten, in diesen Käfig gesperrt worden. Augenblicklich haben sie Angst-Pheromone geatmet und sind in Panik geraten.

Liebe und Anerkennung dagegen erhöht den Interlucent- und Interferon-Gehalt im Körper, was immer dann der Fall ist, wenn sich jemand wohl und akzeptiert fühlt. Interlucent und Interferon sind Antikrebsmittel. Therapie kann so einfach sein, und sie beginnt am Arbeitsplatz.

Resonanz-Phänomene

Konflikte mit Resonanz konstruktiv lösen; © Kokou Maboudou Jeder lebende Organismus ist ein organischer Sensor, der elektromagnetische Wellen empfängt und aussendet, ihnen Widerstand entgegensetzt oder sie verstärkt. Die Kohärenz des Lichts, das jede lebende Zelle über die Photonenstrahlung aussendet, ist ein Indiz für ihre Vitalität. Resonanz entsteht durch die Wechselwirkung zwischen den Schwingungen von Systemen – oder auch verschiedenen Menschen.

Mückenschwärme, die wir im Sommer beobachten können, wie sie in der Sonne tanzen, Vogelschwärme, die wir am Himmel bestaunen, wie sie zu tausenden koordiniert fliegen, Fischschwärme, die die Meere gemeinsam durchziehen, um sich vor den Gefahren zu schützen, die dem Einzelnen von Räubern drohen – das alles sind Resonanz-Phänomene.

Hast du schon einmal Fotos deiner Großeltern betrachtet und dabei gesehen, wie ähnlich sie sich sind? Wer ein Leben lang zusammen lebt, den Geschmack, die Gewohnheiten, den Tagesablauf und vieles andere aufeinander einstellt, wird sich zwangsläufig ähnlicher. Auch zwischen Hunden und ihren Haltern erkennen wir oft eine große Ähnlichkeit. Oder zwischen den Bewohnern bestimmter Landschaften, Länder oder Sprach- und Kulturzonen.

Selbst Konflikte können bei Resonanz konstruktiv gelöst werden. Im Tierreich kennen wir unter Artgenossen Kräfte schonende Strategien, die den Kampf simulieren, statt tatsächlich zu kämpfen. Bei Konflikten in Unternehmen können wir daraus lernen.

Uneingeschränkte Identifikation

Ich lese selten Management-Bücher, die ich nicht selbst geschrieben habe. Einen Klassiker möchte ich hier erwähnen (Klassiker sind immer Bücher, die Dinge von bleibendem Wert enthalten): „In Search of Excellence“ (auf der Suche nach Spitzenleistungen) von Peters/Waterman (siehe Buchtipps am Ende des Artikels). Sie waren Consulants bei MyKinsey in New York und berichten, wie sie in ihrem Hotel mittags ausgecheckt haben und nach vielen Besprechungen abends mit dem Taxi zum Flugplatz gerast sind, um noch den letzten Flug zurück nach New York zu bekommen. Aber sie waren wenige Minuten zu spät und nun gezwungen, eine Nacht länger zu bleiben.

Die Zimmerermittlung am Flughafen musste passen: Wegen eines Kongresses in der Stadt waren alle Hotels ausgebucht. Es gab kein einziges freies Zimmer mehr. Da sind sie zurück zu dem Hotel gefahren, wo sie mittags ausgecheckt hatten, in der Hoffnung, dort vielleicht Hilfe zu bekommen – ein Businesshotel mit vielleicht tausend Zimmern. Als sie auf den Empfang zugingen, sagte die Dame entgeistert: „Herr Peters, Herr Waterman, was ist los? Sie haben heute Mittag ausgecheckt, warum sind Sie wieder hier?“ Was den beiden (die damals noch nicht berühmt waren) zuerst durch den Kopf schoss: „Woher kennt die unsere Namen?“

Ist es nicht auch Ihnen angenehm, wenn jemand wildfremdes Ihren Namen kennt? Gibt Ihnen das nicht Anerkennung? Peters und Waterman schauten sich danach die Bilanzen dieser Hotelgesellschaft an und stellten fest, dass es die einzige Hotelkette war, die einen guten Gewinn erwirtschaftete. Aus dieser Feststellung ergab sich das Projekt, in dem sie über alle Branchen untersucht haben, was erfolgreiche Unternehmen von weniger erfolgreichen unterscheidet.

Die Quintessenz dieser Untersuchung lässt sich in einem einzigen Satz zusammenfassen:

Erfolgreiche Unternehmen sind deshalb erfolgreich, weil diejenigen Mitarbeiter, die auf der untersten Stufe in der Hierarchie stehen, sich uneingeschränkt mit dem Unternehmen und seinen Zielen identifizieren und sich mit größtem Einsatz dafür einsetzen.

Die große Frage ist: Wie erreichen wir das? BUSINESS REFRAMING® ist ein Weg, auf dem dieses Ziel schnell und sicher erreicht werden kann. In einer unserer Impulsveranstaltungen können Sie in wenigen Stunden diese wunderschöne und effiziente Methode kennen lernen und erleben:

  • Mittwoch, 28. Juli 2010 von 17:30 bis 21:00 Uhr in München
  • Donnerstag: 21. Oktober 2010 von 17:30 bis 21:00 Uhr in Graz und
  • Mittwoch, 10. November 2010 von 17:30 bis 21:00 Uhr in Stuttgart.

Information und Anmeldung:
Harald Vollmann, Tel. +49 – (0)941 – 2 98 92-30, Harald.Vollmann@mindreframing.de

"Ich möchte Ihnen danken für Ihr Wirken, für Ihre Arbeit, für die Inspiration durch Ihre einfache und zutiefst wahre Business-Heilungs-Formel. Für mich die heilige Dreifaltigkeit, die ihren Segen für jedes Unternehmen unserer Zeit bereithält", schreibt eine Teilnehmerin unserer letzten Impulsveranstaltung (in Nürnberg).

Prof. Dr. Dr. Wolfgang BergerWenn Sie sich selbst zum BUSINESS REFRAMER ausbilden lassen möchten, wird auch das jetzt angeboten: In zehn jeweils 2½-tägigen Modulen in 2010/2011. Der Beginn ist Ende September 2010, in der 39. Woche. Information und Anmeldung ebenfalls über Herrn Vollmann.

Prof. Dr. Dr. Wolfgang G. Berger
Ökonom und Philosoph, war zuvor Manager in Europa, Amerika und Asien, sowie Professor für Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und den USA.
www.business-reframing.de

 

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Image of Business Reframing: Erfolg durch Resonanz
Autor: Wolfgang Berger
Publisher: Gabler Verlag (2002)
Binding: Gebundene Ausgabe, 257 pages
Image of Auf der Suche nach Spitzenleistungen. Was man von den bestgeführten US-Unternehmen lernen kann
Autor: Robert H. Waterman, Thomas J. Peters
Publisher: Redline Wirtschaftsverlag (2007)
Binding: Gebundene Ausgabe, 509 pages
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