„Das Glücksprinzip“
„Überlegt euch, wie ihr unsere Welt verändert könnt – und setzt es in die Tat um!“, lautet die Semester-Aufgabe des Sozialkunde-Lehrers Eugene Simonett (Kevin Spacey), die er am ersten Schultag nach den Ferien seinen 11-jährigen Schülern stellt. Einer davon, Trevor (Haley Joel Osment), nimmt den Auftrag sehr ernst – und beginnt tatsächlich, eine kleine Glückslawine ins Rollen zu bringen …
Selbst nicht gerade in Glück gebadet – die Mutter (Helen Hunt) Alkoholikerin, der Vater abgehauen – ersinnt Trevor einen ungewöhnlichen Plan: 3 Menschen in einer Notlage will er helfen (der erwiesene Dienst darf nicht zu einfach sein!), die dann im Gegenzug jeweils 3 weiteren Hilfebedürftigen aus der Patsche helfen. Diese neun müssen ebenfalls mit 3 guten Taten „bezahlen“ (der Originaltitel des Films lautet: „Pay it forward“), und so weiter. Ein Marketing-Projekt des Herzens, mit dem die Welt ein ganzes Stück besser werden soll.
Mindestens so beeindruckend wie der Film selbst und die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller hat mich das Interview mit Kevin Spacey, das im Bonusmaterial der DVD enthalten ist. Spacey meint:
Es wäre zu einfach, wenn ein politischer Führer sagt: "Wir sollten alle nach dem Glücksprinzip handeln, denn es ist wichtig für …". Tatsächlich finden sich aber Beispiele von Leuten, die außerordentlichen Mut bewiesen haben. Man sieht es ja immer nach Tragödien, wenn Menschen oder Gemeinschaften sich zusammentun. Diese Fähigkeit, anderen Menschen etwas zu geben, existiert in uns allen.
Die Leute fragen mich: „Haben Sie es schon weitergegeben?“. Ich antworte: „Moment mal! Ich habe den Film gemacht. Was ist mit Ihnen? Werden Sie es weitergeben?“. Einfach nur zu sagen „Oh, die Menschen werden nicht mitmachen!“ oder „In der wirklichen Welt ist das unmöglich!“, wäre zu leicht. Weil Sie denken, es ist unmöglich? Oder weil Sie es nicht tun wollen?
Aber wenn Sie es tun, dann könnte es Wirkung auf alle diese Leute haben, die es Ihrer Meinung nach auch tun könnten. Darum geht’s! Wenn man es mit seiner Familie, seinen Freunden oder Kollegen praktiziert. Wenn ein Obdachloser auf Sie zukommt und nach Geld fragt, was machen Sie? Schicken Sie ihn fort, weil er frech ist oder stinkt oder weil er nicht richtig angezogen ist oder ein sehr, sehr wichtiges Treffen stört? Oder sehen Sie ihn an und fragen Sie nach den Hintergründen?
Eine verantwortungsbewusste Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Und es wird Auswirkungen auf Ihre Umgebung haben!
Zum Einstimmen findest du hier schon eine Auswahl verschiedener Schlüsselszenen und eines meiner Lieblingslieder zum Thema: „Change the world“.
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